Rheinische-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft Digitales Rheinisches Flurnamenarchiv
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<Sang>Wortart: Subst. f.Variation: (Sank)Verweis: Kennung:
Kategorie: In I-III, seltener in IV: Düss-Erkrath: {auf} {den} {Sängen}; Mörs-Labbeck.Sonstiges: 1460 {vor} {der} {alden} {Sangen} Bernk-Zeltingen (Grimm, Wt. II,814); 1599 {die} {Sange} (Wald) Trier-Krettnach (ebd. 109).
Verbreitung: 1. Durch Sengen gerodeter Wald (Vollmann 39; Jell. 150; Leith. 231; Zink 132; Stroh 35). Vgl. dazu jedoch das oben unter {Brand} Gesagte. 2. Da sich der Name im Rheinland häufig auf Heide- und Ödland bezieht, scheint {Sang} nicht so sehr Brandrodung zu bedeuten, sondern jene Kulturart, die anderwärts {Schelle} oder {Schiffel} (s. d.) genannt wird: Die Grasnarbe wird, nachdem man sie abgeschält und getrocknet hat, verbrannt, dann wird in die Asche gesät. Nach der Ernte bleibt das Land wieder mehrere Jahre unbebaut (vgl. Lamprecht, Wirtschaftsleben I, 1, 815; Meitzen II, 605; A. Schüttler 131; Rh-Wb VII, 737).
Historische Belege:
Bedeutung: 1
Schrifttum: Kulturnamen - Rodungen & Kulturnamen - Ackerland - spezielle Nutzungen - Brand- und Hackkultur