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<Rau(e)l>Wortart: Subst. m.Variation: (Räuel) (Reil)Verweis: Kennung:
Kategorie: I. Kreuznach; Simm-Kirchberg: {kurzer} {Heckeraul}, {Wolfsraul}; RhGau-Östrich; Wiesb-Stadt: {Kirchenreulchen} (Straßenname). II. Zell-Rödelhsn, UWestw-Wölferlingen, Goarsh-OWalmenach. S. Karte 2.Sonstiges: 1166 {in} {Ruel} Zell-Merl (M. Müller II, 61); 14. Jh. {die} {Rulegasz} Trier-Kenn (Grimm, Wt. IV, 545).
Verbreitung: Schmale Gasse, enger Weg (RhWb VII, 161); z, T. synonym mit {Alen}, {Ellich}, {Kaderich}, {Quengel}, {Zwengel} (s. d.). Den heutigen Namen {Reu(e)l}, {Rau(e)l} liegt die ältere Doppelform {*riul}/{ru-l} zugrunde (vgl. {Feuer}: {Fauer}, {neu}: {nau)}; daher kaum zu frz. {ruelle} ,Gäßchen' (Stroh, in: Hess. Bl. f. Volksk. 35, 34 f.), wozu auch das gramm. Geschlecht nicht stimmt, sondern eher zu lat. {rivulus} ,Bächlein, Rinnsal', das afrz. zu {ruel} (Dimin. von {ru}, {riu)} geworden ist und moselfrz. als {rouwau}, -{é} m. ,Hohlweg, Schlucht, kleiner Bach' vorliegt (vgl. Zéliqzon S. 603 f.). Anscheinend ist der Ursprung an der Mosel zu suchen.
Historische Belege:
Bedeutung: 1
Schrifttum: Kulturnamen - Verkehr - Wege - Nahwege